SCHWEISSEN WIE DIE PROFIS

Das sogenannte WIG-Schweißen (Wolfram-Inert-Gas) ist die Königsklasse unter den Schweißverfahren, denn es lässt sehr saubere, auch filigrane sowie spritzerfreie Arbeiten zu und taugt für fast alle Materialien, also Bau-, Feder- und Edelstahl, Kupfer, Aluminium, Karosseriebleche sowie Titan. Sogar das Löten von Zinkblechen ist möglich – und das alles mit nur einem Schutzgas, dem reinem Argon (Ar 4.6). Für unseren Test wählten wir das semiprofessionelle Gerät, die SuperTIG 200 DI von Ipotools, eine kompakte Schweißmaschine, die hervorragend in die eigene Garagen-Werkstatt passt. Dank Umschaltung von Gleich- auf Wechselstrom ist sie zudem für Alu geeignet, was in diesem Preissegment eine Besonderheit ist. Für Fortgeschrittene eröffnet die SuperTIG 200 zudem sehr viele Einstellmöglichkeiten,um Schweißnähte zu optimieren. Dank einer logischen Menüführung über die optisch gut dargestellte „Schweißrampe“ lassen sich Einstellungen perfekt vornehmen. Der Clou: Die SuperTIG bietet eine zuschaltbare Puls-Technik. Damit ist auch verzugfreies Dünnblech- schweißen möglich.

Bei unserem Test an Kotflügeln aus der Schrottkiste einer Karosseriewerkstatt wurden wir relativ schnell mit brauchbaren Ergebnissen belohnt. Das gefürchtete Durchbrennen ist dank Pulsen (kurzzeitiger Stromabsenkungen) und damit geringerem Wärmeeintrag kein Problem. Zudem verwerfen sich die dünnen Bleche (0,75 mm) kaum. Sehr gut: Über neun Job-Speicherplätze können zudem optimale Einstellungen für unterschiedliche Aufgaben/ Materialien abgelegt werden.

Unser Fazit: Nach etwas Übung kann man sich durchaus auch an sichtbare Bleche der Youngtimer- Karosserie wagen.

Preis: 646 €

+ Tolle Schweißnähte, top Performance

– Gas-Anschluss ohne Schnellkupplung

Alle Aufgaben mit nur einem Schutzgas: Wir verwendeten das Tyczka-Industriegas Argon 4.6

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